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Pakete per Post versenden. Worauf achten?

Wer ein Paket versenden möchte, sollte zunächst auf die Maße achten. Diese berechnen sich aus Länge x Breite x Höhe (bzw. Deckelhöhe). Die Maße sind immer in Millimeter angegeben und können beim Karton über das Innenmaß, das Außenmaß, sowie über das Rillenmaß errechnet werden. Manchmal wird auch der Begriff Nutzmaß verwendet. Dies ist jedoch dem Innenmaß gleichzusetzen. Für den Paketversand wird das Außenmaß verwendet. Dies ist außerhalb des Kartons abzumessen. 

Bei der Wahl der Verpackung sollte beachtet werden, dass immer noch ein paar Millimeter (insgesamt ca. 50 mm) Abstand zwischen den Kartonwänden und dem Gut im Inneren bleiben sollten. Dadurch kann die Ware leicht aus- oder eingepackt und bei zerbrechlichen Gütern Platz für schützendes Füllmaterial geschaffen werden. Beispiel anhand des Kartoninnenmaßes: 50 x 100 x 150 (Maß des Guts) -> 100 x 150 x 200 mm (optimale Kartonmaße). 

Bei Gütern gleicher oder sehr zerbrechlicher Art, wie z.B. bei Glasgefäßen, sollten außerdem immer noch Platz für stabile/ flexible Trennwände oder entsprechendes Füllmaterial, welches zwischen den Produkten platziert wird, miteingerechnet werden, da diese ein Aneinanderstoßen verhindert.

Durch den Druck, der beim Transport - aufgrund von gestapelten Verpackungen - auf das Paket einwirken kann, sollten Produkte, die leicht beschädigt werden können, am besten zentral, mit möglichst gleichen Abständen zu allen Kartonwänden platziert werden.

Daneben können aber nicht nur andere Pakete möglichen Schaden an den Produkten anrichten, sondern auch die Produkte selbst. Zusätzlich ist somit darauf zu achten, die Güter dem Gewicht nach anzuordnen, die schweren unten und die leichten oben. Damit kann verhindert werden, dass zu viel Druck auf den leichten Gütern lastet. 

Für einen umweltfreundlicheren Versand, einen besseren Produktschutz sowie auch weniger Kosten sorgen Verpackungen, die möglichst genau auf die Güter zugeschnitten sind. Das heißt, möglichst wenig „Luft“ in Form von Füllmaterial und ungenutztem Raum versenden. Es ist somit sinnvoll die Maße der Güter im Vorhinein mit denen der Verpackung abzugleichen und so Hohlräume zu vermeiden.

Ebenso bedeutend ist die richtige Kennzeichnung der Waren für die Gewährleistung eines sicheren Umgangs. Insbesondere bei gefährlichen oder leicht zerbrechlichen Gütern sollte mithilfe von Aufklebern oder Drucken auf dem Versandkarton kenntlich gemacht werden, um welche Art von Gütern es sich handelt. Diese Kennzeichnung sollte bei Exportgütern unbedingt mit der Warenbeschreibung im Lieferschein übereinstimmen, ansonsten könnte sich der mögliche Zollprozess verkomplizieren. 

Bei besonderen Feiertagen, insbesondere Weihnachten, sollten Sie zudem genug Zeit im Vorhinein für den Warenversand einplanen. Die üblichen Anlieferungszeiten können zu diesen Peak-Zeiten stark abweichen. Anfang Dezember ist oftmals der Stichtag für eine Paketlieferung unter rechtzeitiger Zustellgarantie. 

Wie viel Gewicht ist erlaubt?

Bis zu 31,5 kg Maximalgewicht ist bei DHL für den (inter-) nationalen Versand eines Paketes zulässig. Bei einem Päckchen sind es nur bis zu 10 kg max. für nationalen und 2 kg für internationalen Versand. Für weitere Gewichtsklassifizierungen und direkte Preiszuordnungen sehen Sie beispielsweise die Preistabelle von DHL ein.

Alle anderen Paketdienste, bis auf UPS, berechnen ihre Preise über das Gurtmaß. Hier zum Überblick über alle Preise, veröffentlicht von HR1. 


Was sind Gurtmaße und wofür werden sie gebraucht?

Der Begriff „Gurtmaß“ sagt aus, dass statt dem herkömmlichen Gewicht der Preis auf Basis des gesamten Umfangs des Pakets berechnet wird. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: 

Gurtmaß = 2x Höhe + 2x Breite + 1x längste Länge 


Je optimaler die Verpackung somit auf den Inhalt angepasst ist und keine zusätzliche „Luft“ versendet wird, desto günstiger ist der Versand.

GLS und DPD berechnen ihr Paketporto z.B. über Gurtmaß. Bei DHL und UPS wird der Preis über das Gewicht definiert. Zusätzlich ist bei DHL allerdings noch eine Maximalgröße angegeben. 


UPS: 

DHL:

DHL Freight:

DPD:

GLS:

Hermes:


Was sind portooptimierte Verpackungen?

Das sind Verpackungen, die aufgrund ihrer kleinen Größe und ihres geringen Gewichts als „Brief“ versandt werden können. Hier kann entweder die Option des Maxibriefs (2,70 €) oder des Großbriefs (1,55 €) gewählt werden. (Stand Juli 2020 bei der Deutsche Post).

 

Bei der Post gelten Pakete als portooptimiert:

 

Ab wann gilt ein Paket als Sperrgut?

Als Sperrgut gelten alle Sendungen, welche die Maße 1200 x 600 x 600 mm überschreiten.

Zulässige max. Maße: 

Unter Sperrgut können auch Kategorien wie Verpackungsform (z.B. rund), Verpackungsbesonderheiten (z.B. Pakete mit loser/lockerer Schnürung oder Umreifung) und Verpackungsmaterial (z.B. bestimmte Kunststoffe) zählen. Weitere Infos dazu finden Sie ebenfalls auf Seiten der DHL.  

Der Preis für Sperrgut wird zzgl. der regulären Versandkosten gezählt. Bei DHL z.B. kommen für Geschäftskunden 20,00 EUR zzgl. MwSt. zum ordinären Paketpreis hinzu. (Stand Juli 2020) Der Preis kann diesbezüglich je nach Versandanbieter abweichen.

Wie können Sie effektiv Kosten einsparen?

Indem Sie die Verpackung optimal an Ihre Produkte anpassen und so möglichst wenig „Luft“ transportieren. Dies spart nicht nur Versandkosten, sondern auch Materialkosten und hilft Ihnen ggf. sogar dabei Fertigungsprozesse zu beschleunigen und die Produktkapazität zu steigern.

Indem Sie zusätzlich Staffelrabatte nutzen. Besonders wenn Sie viel und oft Waren versenden, können Sie diese staffeln und gemeinsam aufgeben. Dadurch sinken die Preise und somit auch Ihre Kosten.